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Der Rundbrief der VDFG: Oktober 2014

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Die Zivilisation ist ein dünner Firnis“

Aus einem Leserbrief, FAZ 28.08.2014

 

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Sehr geehrte Präsidentinnen, Präsidenten und Freunde in den Mitgliedsgesellschaften, sehr geehrte Besucher unserer Internetseite, 

am 1. September dachten wir an den Ausbruch des II. Weltkrieges vor 75 Jahren. Im Oktober denken wir in  Dijon – so wie wir es immer tun in unseren Gesellschaften –  darüber nach, wie wichtig die Kenntnis der Kultur des Nachbarn ist. Der Kongress in Düsseldorf vom 17. – 20. September  2015 setzt schlüssig die Reflexion fort über die Frage, wie sehr über den Spracherwerb hinaus die Fähigkeit  zu interkulturellem Denken zum Erfolg führt im zivilisatorischen, sozialen und ökonomischen Miteinander. „Die Zivilisation ist ein dünner Firnis“. Es liegt an uns dafür zu sorgen, dass das Finstere nicht zum Durchbruch gelangt. Das ist Ihr tagtägliches Bemühen in Ihrer DFG!

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Ein neuer Leitartikel

Lesen Sie den neuen Leitartikel von Staatsminister Michael Roth auf unserer Website. Mit Blick auf die Diskrepanzen zwischen den europäischen Volkswirtschaften und die unterschiedlichen Sichten einer adäquaten Problemlösung sollten wir beherzigen, was Michael Roth schreibt:

 

Nach den Europawahlen – vor welchen Herausforderungen steht die deutsch-französische Freundschaft?

Nach den Europawahlen – vor welchen Herausforderungen steht die deutsch-französische Freundschaft?

Leitartikel von Michael Roth MdB - Staatsminister im Auswärtigen Amt - Beauftragter der Bundesregierung für die deutsch-französische Zusammenarbeit. Kurz bevor Charles de Gaulle im Sommer 1963 zu den ersten deutsch-französischen Konsultationen nach der Unterzeichnung des Elysée Vertrags nach Bonn aufbrach, war seine Haltung gegenüber Deutschland noch geprägt von großer Skepsis. Verärgert über die als  französischen Interessen widersprechend empfundene pro-atlantische Haltung der jungen Bundesrepublik, sagte …

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Regionalkonferenzen

Sie wissen, dass im Unterschied zur VDFG die FAFA in Regionalverbänden – Unions Régionales – organisiert ist. Das rührt im Wesentlichen daher, dass die meisten FAFA-Mitgliedsgesellschaften Partnerschaftsvereine sind. Eine eins-zu-eins umsetzbare Struktur ist bei uns nicht möglich und auch nicht – zumindest derzeitig nicht – erforderlich. Was jedoch unbedingt untereinander diskutiert werden sollte, das  ist die Durchführung von Regionalkonferenzen in den Bundesländern. Wenn Sie unsere Homepage besuchen und unter der Rubrik VDFG das Mitgliederverzeichnis öffnen, dann gelangen Sie auch zu den DFGen in den einzelnen Ländern. Es müsste also ein Leichtes sein, vorausgesetzt, eine aktive DFG spricht die erste Einladung aus, eine solche Zusammenkunft einmal zu initiieren.  NRW hat beste Erfahrungen, der Regionalverband Süd der DFGen ebenfalls. Dabei sollten die Regionalpartnerschaften, wie sie in Bayern und Baden-Württemberg bestehen, in die Planung einbezogen sein. Das wäre auch ein guter Weg zur Gewinnung von Partnerschaftsvereinen für unsere VDFG. Ich weiß von Generalkonsul Hans Bussmann/Bordeaux, dass der neue französische Botschafter in Berlin, Philippe Etienne,  von einer solchen Regionalisierung  der DFGen und Jumelages  sehr angetan wäre. Vielleicht ergibt ja am 25.10.2014 beim Gespräch in Berlin die Gelegenheit zu einem ersten Gedankenaustausch.

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Einladungen – Bewerbungen - Werbung:

59. Jahreskongress der Deutsch-Französischen Gesellschaften in Dijon

„Dernière minute“: Jetzt drängt es wirklich. Ich hoffe, dass viele von uns sich in Dijon zum Kongress vom 10. – 12.10.2014 treffen. Melden Sie sich noch rasch an. Vielleicht schaffen Sie es auch noch, „Meilleures pratiques“ abzusenden. Den Fragebogen  können Sie hier herunterladen.

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Prix Rovan 2014

Ich appelliere erneut  an Sie um Bewerbung für den Joseph-Rovan-Preis 2014 des Botschafters von Frankreich an die DFGen und zur Teilnahme an der Feier. Die Feier beginnt am Samstag, den 25.10.2014  in der Botschaft Frankreichs in Berlin und endet nach dem gemeinsamen Déjeuner. Das Programm und das Anmeldeformular wird Ihnen noch seitens der Botschaft oder über die VDFG selbst zugehen.  

Foto: Philippe Etienne - Außerordentlicher und bevöllmächtigter Botschafter in Deutschland

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Deutsch-französische Jazzkonzert im Caveau Mainz

Ich lade Sie alle ein, soweit Sie nahe Mainz wohnen, am 15. November 2014, 20:00 – 23:00 Uhr das deutsch-französische Jazzkonzert  im Caveau Mainz (Schillerstraße 11, 55116 Mainz, Rückseite des Institut Français) zu besuchen. Eintritt: 5,00 €. Offen für alle Altersklassen! Die Gemeinschaftsaktion von Institut Français Mainz und der VDFG, gefördert durch das Land Rheinland-Pfalz, ist ein außergewöhnliches und einmaliges Konzert von vier jungen deutschen und vier jungen französischen Jazzmusikern, die zum ersten Mal an diesem Abend aufeinander treffen. Dabei geben sie alten und neuen Songs ihren eigenen Charakter. Und genießen Sie die urige Atmosphäre des Caveau Mainz.

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Aktion Postkarte: Gesichter deutsch-französischer Freundschaft

Die DFG Duisburg hat eine nach einhelliger Auffassung eine sehr gelungene Werbepostkarte entworfen, die ich gerne an dieser Stelle vorstellen möchte. Unser Vorstandsmitglied für Medien, Stefan Endell, der dieses Projekt entwickelt und eine zweite Karte für die VDFG entworfen hat, wird beide Produkte bereits auf dem Kongress in Dijon zum Kauf anbieten. Decken Sie sich also reichlich mit den Grußkarten ein.

Die Postkarten-Aktion der VDFG: "Freundschaft - Amitié - Amic'Allemand"

Die Postkarten-Aktion der VDFG: "Freundschaft - Amitié - Amic'Allemand"

Die VDFG tritt in diesem Jahr mit einer Postkarten-Aktion vor ihre Mitglieder: Beim Jahreskongress 2014 im französischen Dijon wird es am Stand der VDFG zwei Postkarten mit dem Motiv von (Deutsch-Französicher) Freundschaft-Amitié zu kaufen geben.  Amic'Allemand - Ihre Deutsch-Französische Gesellschaft, so lautet augenzwinkernd die Werbeaktion, zu der die VDFG eigens eine eigene Postkarte (s oben, siehe unten) produziert hat.   …

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Neues von  der Deutsch-Französischen Hochschule DFH (Rahmenvereinbarung)

Eine erfolgreiche Kooperation kann nur auf dezentraler Ebene verwirklicht werden.  Das bedeutet: Die Deutsch-Französischen Gesellschaften in den Hochschulstädten arbeiten mit den Programmbeauftragten  der DFH  vor Ort zusammen und stehen in direktem Kontakt miteinander. So können die Programmbeauftragten  die Informationen der DFGen direkt an die Studierenden weitergeben.  Die Kontaktdaten der DFH-Ansprechpartner finden Sie in unserem Studienführer online: http://www.dfh-ufa.org/de/studium/studienfuehrer/ durch Klicken auf den jeweiligen Studiengang. Die Übersicht ist alphabetisch nach Städten geordnet, es lässt sich auch ganz praktisch nach Städten filtern. 

Auf der Netzwerkkarte finden Sie die Übersicht der Städte, in denen es DFH-Studiengänge gibt: http://www.dfh-ufa.org/hilfe/karte/. Auf dieser Karte können  Sie als DFG vor Ort ersehen, wo die Umsetzung unserer Rahmenvereinbarung möglich ist.

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Neues vom Deutsch-Französischen Sekretariat für den Austausch in der beruflichen Bildung DFS (Rahmenvereinbarung)

Das Team des Deutsch-Französischen Sekretariats für den Austausch in der beruflichen Bildung, der neue deutsche Delegierte Julien Robichon und der französische Delegierte Philippe Chiquet freuen sich, Ihnen die neue Homepage des DFS präsentieren zu können (www.dfs-sfa.org). Neben allgemeinen Informationen zum Austauschprogramm finden Sie auf der neuen Homepage einen Downloadbereich, in dem Sie sich die wichtigsten Dokumente herunterladen können und eine interaktive Karte, mit der Sie sich einen Überblick über die geografische Verteilung der aktuellen Austauschpartner verschaffen können. Eine Börse informiert über deutsche und französische Einrichtungen, die Interesse an einem Austausch haben und noch auf der Suche nach einem Partner sind. 

Bereits im Novemberrundbrief hoffe ich, Ihnen präzisere Angaben machen zu können, um auch jungen Berufstätigen aus Frankreich im Einzugsbereich Ihrer DFG den Anschluss im neuen Umfeld zu finden.

Auf dem 60. Jahreskongress der VDFG in Düsseldorf vom 17. – 20. September 2015 wird ein eigener Arbeitskreis sich mit der Umsetzung der Rahmenvereinbarungen der VDFG mit dem deutschen Bibliotheksverband, der DFH und dem DFS befassen.

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Aus unseren Gesellschaften:

DFG Tübingen

In Tübingen hat es einen Stabwechsel gegeben. Unser Ehrenpräsident Prof. Dr. Josef Molsberger hat nach 23 Jahren den Vorsitz der DFG Tübingen Abschied von dieser Aufgabe genommen. Die Mitgliederversammlung hat Josef Molsberger wegen seiner großen Verdienste zum Ehrenpräsidenten ernannt und als seine Nachfolgern Chantal Datz gewählt. Herzlichen Glückwunsch, Frau Datz. Die offizielle Verabschiedung von Professor Molsberger findet im Frühjahr 2015 statt. Wir werden berichten.

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Europäische Akademie Otzenhausen EAO

Unser VDFG-Mitglied, die Europäische Akademie Otzenhausen EAO hatte für die Zeit vom  13.09.bis 16.09.2014 engagierte Akteure der Zivilgesellschaft aus Deutschland, Frankreich und Europa  zum 16. „Deutsch-Französischen Dialog“ eingeladen, um über Herausforderungen und Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung zu debattieren und um Projekte zu entwickeln, die darauf abzielen, die Bürgerbeteiligung zu fördern. 81 Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Ländern tauschten praktische Erfahrungen und Erwartungen aus über „Neue Wege und Möglichkeiten der demokratischen Teilhabe der BürgerInnen in der EU“.  Drei Tage zuvor hatten 25 junge Leute aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Polen und Kroatien sich vorab intensiv Gedanken zum Thema gemacht und die Tagung bereichert, so berichtet unser Vorstandsmitglied Hans-Günter Egelhoff  (siehe auch www.vdfg.de ). 

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Franz-Stock-Komitee

Am 20. September durfte ich teilnehmen am Gottesdienst und Festakt aus Anlass der „50 Jahre Franz-Stock-Komitee“ www.franz-stock.org.  Es war eine bewegende Feier mit viel Prominenz. Großartig aber ganz besonders die Leistung von ca. 200 Schülerinnen und Schülern des Franz-Stock-Gymnasiums www.fsg-arnsberg.de . Jungen und Mädchen aus nahezu allen Jahrgängen hatten sich an einem von der Sparkasse Arnsberg-Sundern geförderten Wettbewerb beteiligt. Ziel war, sich künstlerisch auf vielfältige Weise mit dem Namensgeber auseinander zu setzen und auf diese Weise diesen „Engel in der Hölle“, den Friedensstifter, kennen zu lernen und sich von seinem Idealismus für Völkerverständigung anstecken zu lassen. Was dabei herausgekommen ist, ist überwältigend:  Kompositionen, Hörspiele, Filmprojekte, Collagen, Brettspiele, Tanz-Performance, Kinderbücher u.v.m.  Beeindruckend auch die authentischen und gekonnten Präsentationen durch die jungen Künstler selbst. Übrigens, ein Phänomen unserer Tage: 30 % der jungen Künstler hatten, ihren Namen nach zu urteilen, einen Migrationshintergrund.  Die Welt ist ein Dorf. Ich freue mich über diese Feststellung. 

Für manche unserer DFGen mag der Neheimer Wettbewerb eine Anregung zum Nachahmen in analoger Weise sein.

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Neue Bücher

Unser VDFG-Mitglied, die VdF (Vereinigung der Französischlehrerinnen und –lehrer e.V.) rezensiert in seinem Heft 3/2014 „Französisch heute“: 

• Laure Boivin & Manfred Overmann, Le Maghreb – Dossier pédagogique, Klett Verlag 2014.

• Christian Minuth, Fremdsprachenlernen in Projekten. Entdekcen, kommunizieren, verstehen, gestalten.

Wenn Sie Französisch unterrichten, werden Sie Mitglied der VdL, abonnieren Sie „Französisch heute“.

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ZickZack - ZigZag - Der VDFG-Jugendblog

Allen an Frankreich und Deutschland Interessierten empfehlen wir zudem den Jugendblog der VDFG, Zick Zack. Das DFJW beschreibt ZigZag folgendermaßen: "Eine Goldmine für alle, die interkulturelle Informationen suchen!"

So nachzulesen in der Rubrik „Lese- und Webtipps“ des DFJW www.dfjw.org/unsere-newsletter. Wir freuen uns über die vorzügliche Zusammenarbeitmit den deutsch-französischen Jugendwerk.

 

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Aus dem DFJW-Newsletter September, N° 126

Tagung der Städtepartnerschaften

Das DFJW, in Kooperation mit dem Bezirk Unterfranken, organsiert vom 17. bis 19. Oktober 2014 in Würzburg eine Tagung für Vertreterinnen und Vertreter von deutsch-französischen Städtepartnerschaften zum Thema „Engagement und Teilhabe von jungen Menschen in deutsch-französischen Städtepartnerschaften – Perspektiven für ein Europa der Bürger“. Den inhaltlichen Schwerpunkt bildet die Frage, wie das Angebot der Städtepartnerschaften für und gemeinsam mit jungen Menschen attraktiv gestaltet werden kann. Das Programm beinhaltet Vorträge, Diskussionsrunden mit Experten und politischen Entscheidungsträgern sowie konkrete Beispiele aus Projekten. Es gibt Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themengebieten. Wichtigster Aspekt der Tagung ist der Erfahrungsaustausch und die Vernetzung der Partner. 

In Städtepartnerschaften engagierte Jugendliche sind als Teilnehmer besonders willkommen. Übrigens: Der frühere französische Ministerpräsident und Abgeordnete der Nationalversammlung Jean-Marc Ayrault wird bei der Eröffnung der Tagung dabei sein. Kontakt: Heike Hartmann (hartmann@dfjw.org) und Killian Lynch (lynch@dfjw.org

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Bis zum Wiedersehen in Dijon und am 25. Oktober bei der Joseph-Rovan-Preisverleihung in Berlin grüßt Sie herzlich

Ihr Gereon Fritz - Präsident der VDFG 

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