Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V.
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Annegret Kramp-Karrenbauer mit Elsie-Kühn-Leitz-Preis ausgezeichnet

20. September 2015 Aktuelles 4 Kommentare
Gruppenbild mit Preisträgern: In der Mitte die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, um sie herum die Preisträger des Jugendtheaterpreises 2015 der VDFG. Links: Gereon Fritz (VDFG) und Annick Libéral (FAFA) , rechts Oliver Nass, (Enkel von Elsie Kühn-Leitz).   Foto: VDFG / Guski
Gruppenbild mit Preisträgern: In der Mitte die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, um sie herum die Preisträger des Jugendtheaterpreises 2015 der VDFG. Links: Gereon Fritz (VDFG) und Annick Libéral (FAFA) , rechts Oliver Nass, (Enkel von Elsie Kühn-Leitz). Foto: VDFG / Guski
Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer dankt für die Auszeichnung durch die VDFG. (Foto: Guski)

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer dankt für die Auszeichnung durch die VDFG. (Foto: Guski)

Mit der Vergabe des Elsie-Kühn-Leitz-Preises an die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ist am 20. September 2015 in Düsseldorf der 60. Jahreskongress der VDFG-FAFA zu Ende gegangen. Mit der saarländischen Ministerpräsidentin hat die Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa erstmals in ihrer Preisgeschichte eine Frau und erstmals auch eine aktive Politikerin für ihr Engagement in der deutsch-französischen Zusammenarbeit  gewürdigt.

Der Elsie-Kühn-Leitz-Preis, benannt nach der Gründerin der VDFG, Dr. Elsie Kühn-Leitz (Wetzlar), wird seit 1986 auf dem Jahreskongress der VDFG-FAFA verliehen.  Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro wird, so Kramp-Karrenbauer, werden dem  Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis 2016 zugute kommen. Die Laudatio hielt Hans-Werner Bussmann, deutscher Generalkonsul a. D. aus Bordeaux. Bei der Preisübergabe zugegen waren auch der Sohn der Namensgeberin, Knut Kühn-Leitz, ihr Enkel, Oliver Nass, NRW-Europaministerin Angelica Schwall-Düren und der Vizepräsident des  nordrhein-westfälischen Landtages, Oliver Keymis.


Im Rahmen der feierlichen Abschluss-Zeremonie wurde
der Jugendtheaterpreis 2015 der VDFG vergeben:

  • Mit dem 1. Preis wurde die Theater AG zusammen mit der Fremdsprachen-AG des Osnabrücker Gymnasiums Carolinum ausgezeichnet. Sie hatten sich mit einer herausragenden Arbeit beworben, die unter dem Titel “Rien de nouveau en Europe” an den Ausbruch des 1. Weltkrieges und an die kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Deutschen und Franzosen erinnerte.
  • Den 2. Preis erhielt die französische Theatergruppe des Gymnasiums Köln-Deutz für eine gelungene Neubearbeitung des Klassikers “Der kleine Prinz”. Ihr aktueller Titel: “Le petit prince deux mille quinze”.
  • Die Jury vergab zwei 3. Preise: Einen an die Theatergruppe des Kippenberg-Gymnasiums Bremen für die phantasievolle Produktion “Schlüssel vergessen – Oublier la clé”. Einen weiteren an die Theatergruppe des Goethe-Gymnasiums Bensheim (Bergstraße), für den Sketch “Les douleurs cardiaques”.
  • Ein Sonderpreis ging an die französische Theatergruppe der Universität Osnabrück für ihre Produktion “Fini la Comédie”.

Vorausgegangen war im Düsseldorfer Luisen-Gymnasium drei Tage lang eine Tagung mit 250 Mitgliedern von Deutsch-Französischen Gesellschaften, sowie Städte-Partnerschaftsverein, die zum Thema “Ohne Sprache kein Gespräch – Par la langue à l’entente” über Aktionsfelder deutsch-französischer Gesellschaften debattiert hatten.

“Die deutsch-französische Freundschaft ist kein Ziel an sich.” So formulierte es Europaabgeordnete Sylvie Goulard und traf so das Herz vieler Debatten, die auf dem Kongress in persönlichen Gesprächen, Podiumsdiskussionen und Workshops geführt wurden. Wie können die deutsch-französischen Beziehungen und das reiche und vielfältige Vereinsleben lebendig und dynamisch gehalten werden? Wie können junge Menschen für diese Arbeit sensibilisiert werden, motiviert werden, sich zu engagieren? Welche Themen und Projekte können die deutsch-französische Freundschaft mit Inhalt und Leben füllen? Und wie kann dafür gesorgt werden, dass den Beteiligten es dabei nicht die Sprache verschlägt?

Ausgerichtet wurde der 60. Kongress in diesem Jahr 2015  vom Deutsch-Französischen Kreis in Düsseldorf, der Geburtsstadt Heinrich Heines, “des französischsten aller Deutschen”, wie der französische Botschafter Philippe Etienne in seiner Begrüßung betonte.

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Der Kongress wurde begleitet von einem deutsch-französischen Juniorenforum. Die Teilnehmer: 29 aktive junge Erwachsene aus Frankreich und Deutschland. (Foto: VDFG/Fritz).

Der Kongress wurde begleitet von einem deutsch-französischen Juniorenforum, (Foto),  deren Teilnehmer sich bereits zwei Tage vor dem Kongress zu einer Arbeitstagung zusammen gefunden hatten. 29 junge Erwachsene aus Frankreich und Deutschland, allesamt auf die eine oder andere Weise bereits mit dem bürgerschaftlichen Franco-Allemand verbunden, haben sich kreativ wie engagiert Gedanken gemacht, mit welchen Projekten die jungen Generationen künftig das Thema”Jeunesse Franco-Allemande” gestalten könnten. Ihre Ideen und Initiativen (Deutsch-Französische Suchmaschine, Intergenerationelles Forum, Gründung eines Deutsch-Französischen Jugendausschusses etc. . .) haben die Teilnehmer dann in einem Atelier auf dem Kongress und später in der Vollversammlung des Kongresses beraten bzw. vorgetragen. 

liberalAm Tagungsort, dem Düsseldorfer Luisen-Gymnasium, wurde auf einer gemeinsamen Mitgliederversammlung bei der französischen Schwester, der Fédération des Associations Franco-Allemandes pour l’Europe (FAFA) die Vorstandsspitze neu gewählt. Neu im Präsidentenamt ist Annick Libéral (Foto: rechts, daneben VDFG-Präsident Gereon Fritz), die langjährige Direktorin des Deutsch-Französische Gymnasium in Buc (in der Nähe von Versailles). Sie folgt auf Hans Herth, der aus dem Vorstand der FAFA ausgeschieden ist.           (Bericht: Stefan Endell)


ZUR KONGRESS-DOKUMENTATION


 


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