Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V.
Die Plattform für das bürgerschaftliche Franco-Allemand in Deutschland

Top-Nachricht

Deutsch-Französisches Institut stellt Studie zu DFGen und Afas vor

9. Juni 2017 Top-Nachricht 0 Kommentare

Welchen Beitrag können Deutsch-Französisch Gesellschaften und ihre französische Schwester-Organisationen, die Afas, für die gelebte Realität eines Europaas der Bürger leisten? Dieser hoch aktuellen Frage ist eine Gruppe von Forschern des Deutsch-Französischen Institutes Ludwigsburg im Frühjahr 2017 im Rahmen einer sozial- und kulturwissenschaftlichen Untersuchung nachgegangen.

Vom 7. bis 9. Juni 2017 hat das DFI in der Europäischen Akademie Otzenhausen die Daten, die Resultate und erste Schlussfolgerungen dieser Studie vorgestellt.

Die Mitglieder der Vorstandes der VDFG waren vor Ort , sie haben an der Debatte teilgenommen und VDFG-Vorstand Stefan Endell hat den Leiter der Studie, Prof. Frank Baasner vor die Kamera geholt und zur den Ergebnissen befragt.


Das vorläufiges Resümee von Prof. Baasner zu der Studie:

  • Das Instrument „Deutsch-Französische Gesellschaft“ in Deutschland und „Association Franco-Allemande“ (Afa) in Frankreich sei keineswegs am Ende. Es würden immer wieder neue Gesellschaften gegründet.
  • Was die Mitgliederentwicklung anbetriffe, so wurde vom DFI erhoben, dass die meisten DFGen in Deutschland durchaus stabil seien, einige DFGen seien in der Tat schrumpfend, andere hätten aber eine neue Dynamik  – insgesamt sei dies also eine durchaus „beruhigende Botschaft“, so DFI-Direktor Frank Baasner zur Studie aus seinem Haus. 
  • Damit aber künftig die DFGen und Afas auch von jüngeren Generationen stärker erkannt und akzeptiert werden können,  müssten sich nach Einschätzung der Experten des DFI die „Formate an die Jüngeren anpassen“, die Arbeit der DFGen müsse „projektorientierter“ werden, zudem müssten die DFGen auch mal moderne Events von den Jugendlichen organisieren lassen, denn es gebe natürlich überall junge Erwachsene, die etwas im Franco-Allemand tun wollten.
  • Und schließlich – so der DFI-Direktor – müssten die DFGen gezielter als bisher mit den Medien arbeiten – den klassischen Medien wie Presse, Radio und TV, die nach wie vor von großer Bedeutung seien, wie auch mit den neuen Medien und Social Media, um zu informieren und zu kommunizieren. 

Weitere Feststellungen zur Studie,
die der VDFG im Detail noch nicht vorliegt. Deshalb finden sich hier auch nur Stichworte in Kürze. 

  • Rücklaufquote: Knapp 600 DFGen und AFAs wurden vom DFI für diese Studie angeschrieben, 60 DFGen auf deutscher Seite und 135 AFAs auf französischer Seite, also 30% der Befragten haben an der Untersuchung aktiv teilgenommen. Eine Rücklaufquote, mit der die Forscher des DFI sehr zufrieden waren. 
  • Mitgliederentwicklung: Nach Beobachtung des DFI ist die Mitgliederentwicklung der Gesellschaften nicht stagnierend, sondern weiterhin anwachsend. 
  • Territoriale Verankerung: Die Mehrzahl der deutschen DFGen trifft man eher in den Städten und Großstädten an, wohin gegen die französischen AFAs eher in kleinen Städten und auf dem Lande angesiedelt sind.
  • Mitgliederzahlen: Die DFGen in Deutschland haben im Schnitt höhere Mitgliederzahlen als die französischen Gesellschaften. 
  • Altersstruktur: Nur etwa 3% der Mitglieder von DFGen in Deutschland und 5% in Frankreich sind jünger als 30 Jahre. 
  • (alle detaillierten Zahlen und Daten folgen später)

Wie geht es weiter? Die Daten der Untersuchung werden nach Bekundung des DFI in den kommenden Wochen weiter aufbereitet, sie werden zudem mit einem interpretierenden Text zusammengefasst und dann mit Schlussfolgerungen und konkreten Handlungsempfehlungen an die Zivilgesellschaft wie auch an politischen Raum vom DFI veröffentlicht.  Dann wird die VDFG an dieser Stelle noch einmal ausführlich berichten.


 

 

 

 

 

 


0 Kommentare


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.