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Deutsch-Französische Journalistenpreis 2017 verliehen

4. Juli 2017 Am Rande notiert 0 Kommentare

Der Deutsch-Französische Journalistenpreis (DFJP) 2017 wurde am Abend des 4. Juli in Paris im Maison de l’UNESCO verliehen. Die Auszeichnung erfolgte in den Kategorien Textbeitrag, Multimedia, Video, Audio und Nachwuchs. Zudem erhielt die europäische Hilfsorganisation SOS MEDITERRANEE den Großen Deutsch-Französischen Medienpreis für ihr humanitäres Engagement.

Daniel Janicot, der Präsident der Commission Nationale Française de l’UNESCO, hob in seiner Eröffnungsrede vor über 300 Gästen hervor, dass die UNESCO und der Verein DFJP das gleiche Ziel verfolgten, nämlich „den Frieden im Geiste der Menschen zu verankern“.

Der Vorstandsvorsitzende des DFJP und Intendant des Saarländischen Rundfunks (SR), Professor Thomas Kleist, würdigte den Einsatz von SOS MEDITERRANEE zur Rettung von Schiffbrüchigen auf dem Mittelmeer als herausragenden Beitrag zur Wahrung europäischer Grundwerte. „SOS MEDITERRANEE sorgt ganz maßgeblich mit dafür, dass unsere gesellschaftliche Werteordnung, die Ideen der Aufklärung und des Humanismus in einer freien Welt im wahrsten Sinne des Wortes überleben können. Jeder Gerettete ist ein Bekenntnis zu diesen Werten.“ Schuldzuweisungen an Hilfsorganisationen, wonach deren Einsatz quasi eine Einladung an Betroffene sei, sich auf den Weg zu machen, gingen ins Leere, so Kleist. „Wer so argumentiert, verwechselt Ursache und Wirkung.“ Durch den Einsatz von SOS MEDITERRANEE wurden bisher weit über zehntausend Menschen vor dem Ertrinken gerettet. Die zivile Hilfsorganisation finanziert sich ausschließlich durch Spenden.

Die Präsidentin von France Télévisions, Delphine Ernotte Cunci, betonte die Bedeutung des Deutsch-Französischen Journalistenpreises: „Wir halten Qualitätsjournalismus hoch und treten für unabhängige, transparente und nützliche Berichterstattung ein, damit Bürgerinnen und Bürger aus beiden Ländern richtig von falsch unterscheiden können, Gerüchte von Informationen.“

„Der Preis ist Ausdruck einer gemeinsamen europäischen Zivilgesellschaft, zu dem auch der Blick auf die alle Bürger der EU gleichermaßen interessierende Themen gehört“, so Nikolaus Meyer-Landrut, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Frankreich. „Ich wünsche dem Preis weiterhin eine erfolgreiche europäische Zukunft in einem erfolgreichen Europa.“

In den journalistischen Kategorien wurden insgesamt fünf Preisträgerinnen und Preisträger ausgezeichnet. Die prämierten Beiträge stellen nach Auffassung der Jury exzellente Beispiele für Qualitätsjournalismus dar und tragen so zu einem besseren Verständnis von gesellschaftlichen Zusammenhängen in Deutschland, Frankreich und Europa bei.

Der Preis im Gesamtwert von 30 000 Euro wurde verliehen an:

  • Marion Van Renterghem für „Angela Merkel d’Est en Ouest“ (Le Monde, Kategorie Textbeitrag)
  • Vera Rudolph für „TAXI Europa“ (swr.de, Kategorie Multimedia)
  • Christian Frey und Susanne Wittek für „Stille Retter – Sauvés par des justes“ (ARTE / NDR, Kategorie Video)
  • Sabine Wachs für „SOS im Mittelmeer“ (Saarländischer Rundfunk, Kategorie Audio)
  • Sophie Serbini und Côme Tessier für „C’est Jérôme“ (So Foot, Kategorie Nachwuchspreis, gestiftet vom Deutsch-Französischen Jugendwerk)

Durch die Veranstaltung führten die Journalisten Anne-Christine Heckmann und Nelson Monfort; für die musikalische Untermalung sorgte die französische Band Ryadh. Zu Beginn der Zeremonie wurde Simone Veils gedacht, Preisträgerin des Großen Medienpreises 2009. Die Verleihung stand in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft der französischen Nationalkommission der UNESCO. Während der Veranstaltung initiierten der DFJP und die luxemburgische Zeitung Tageblatt die Fotoaktion #JournalismMatters.


Die VDFG gratuliert Susanne Wittek zu ihrer ehrenvollen Auszeichnung.  Frau Wittek ist Mitglied der DFG Cluny (Hamburg) und Mitglied des Orga-Teams des 62. Jahreskongresses der VDFG-FAFA 2017 in Hamburg und dort verantwortlich für das Atelier Zukunft der Erinnerung.


 

 

 

 

 

 

 

 

 


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