1.“Die Affaire Fouquet- oder von den Schattenseiten des Sonnenkönigs Louis XIV“
Referent: Herr Dr. Volker Steinkamp
2. Historisches Gedächtnis in politischen Karikaturen am Beispiel Deutschland und Frankreich
Referentin: Dr. Beate Gödde-Baumanns, DFG Duisburg, Ehrenpräsidentin der VDFG,
Kontakt: Telefon privat: 0203-59 26 41
Referenz: Deutsch-Französischer Kulturkreis Neuss
3.“Übereinstimmung der Ideen und der Werte im Wandel der Zivilisation“
Referent: Herr Olivier de la Grandville, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Genf
Olivier de la Grandville ist seit 1969 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Genf. Außerdem ist er seit 1988 Visiting Professor an der Universität Stanford. Er forscht und lehrt zu den Themen Wirtschaftswachstum und Finanzwesen, dabei insbesondere über Investorenschutz
Referenz: DFG Frankfurt am Main
4.“Napoleon und die Deutschen”
Referent: Herr Johannes Willms, Historiker, Süddeutsche Zeitung
Geboren 1948 Johannes Willms studiert Geschichte in Wien, Sevilla und Heidelberg. 1975 promovierte er. Seither ist Willms als Journalist tätig. Zunächst für den Hessischen Rundfunk, Frankfurt, ab 1978 für das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF), von 1993 bis 2000 ist Willms Chef des Kulturteils der Süddeutschen Zeitung, München, und seit 2003 Kulturkorrespondent dieser Zeitung für Frankreich mit Sitz in Paris.
Referenz: DFG Frankfurt am Main
5.“Gibt es eine “Deutsch-Französische“ Geschichte?“ eine Streitdebatte anlässlich der Veröffentlichung des ersten Deutsch-Französischen Geschichtsbuches
Referent: Prof. Dr. Dr. mult. Rudolf von Thadden und Prof. Dr. Gérald Chaix, Recteur de l’Académie de Strasbourg
Prof. Dr. Dr. mult. Rudolf von Thadden, studierte Geschichte, Theologie und Romanistik an den Universitäten Tübingen, Paris und Göttingen. Von 1968 bis zu seiner Emeritierung war von Thadden ordentlicher Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Göttingen. 1974/1975 war er zudem Rektor der Philosophischen Fakultät in Göttingen. Er steht seit 1994 dem Berlin-Brandenburgischen Institut für deutsch-französische Zusammenarbeit in Europa als Direktor vor und war von 1999 bis 2003 Koordinator die die deutsch-französiche Zusammenarbeit der Bundesregierung.
Prof. Dr. Gérald Chaix studierte Geschichte und erhielt die argrégation. Seine Promotion widmete er dem Thema „Reform und Gegenreform in Köln“. Von 1986 bis 1992 war er für die „Mission historique en Allemagne“ zuständig. 1994 wurde er zum Professor für moderne Geschichte an der Universität François Rabelais in Tours und 2002 zum Recteur de l’Académie de Strasbourg ernannt.
Beide Redner waren Mitglieder des Expertenteams für das deutsch-französische Geschichtsbuch.
Referenz: DFG Frankfurt am Main
6.“Kirche, Ketzer und Kultur“
Referent: Herr Dr. Martin, Archivar der Stadt Landau
Referenz: DFG Landau
7.“Paul Henri Thiry, Baron d’Holbach aus Edesheim- Ein Wegbereiter der französischen Revolution“
Referent: Herr Prof. Dr. Hans Mercker
Paul Henri Thiry, Baron von Holbach (1723 in Edesheim, gest.1789 in Paris) gilt als der radikalste Geist der französischen Aufklärung und damit als einer der geistigen Wegbereiter der französischen Revolution, die er allerdings nicht mehr erlebte. Er war lebenslang ein Freund Diderots und unterstützte als radikaler Atheist die 42 bändige „Grande Encyclopédie“ finanziell und mit vielen Textbeiträgen.
Herr Dr. Mercker wird neben einem kurzen Aufriss der Philosophie Holbachs dessen Biographie beleuchten, unter Einbeziehung seines Edesheimer Onkels Franz Adam von Holbach, der es in Paris zu mehrfachen Millionär brachte, und so den Lebensstil und den aufwändigen philosophischen Salon seines Neffen als Privatgelehrter erst möglich machte.
Referenz: DFG Landau
8.“Mai 1968: 40 Jahre danach- und nun?“
Referenten: Herr Prof. Dr. Ulrich Oevermann, Profesor für Soziologie und Herr Daniel Cohn-Bendit, MdEp; Co-Vorsitzender der Fraktion der Grünen/Freie Europäische Allianz im Europäischen Parlament
Daniel Cohn-Bendit 1945 in Paris geboren, frühe Kindheit i der Normandie und in Paris. 1958 Rückkehr seiner deutsch-französischen Familie nach Frankfurt. Nach dem deutschen Abitur (1965) Studium der Soziologie an der Universität Nanterre. Bekannt wurde Cohn-Bendit als Sprecher der Pariser Mai-Revolution. Nach den Unruhen verweist ihn die französische Regierung des Landes. Sodann Beteiligung an der Gründung „Revolutionärer Kampf“ in Frankfurt. Redakteur und Herausgeber des Magazins „Pflasterstrand“, des Zentralorgans der „Szene“. Nach der Aufhebung des Aufenthaltsverbots (1978) entscheidet sich Cohn-Bendit für den Verbleib in Deutschland. Mitglied der „Grünen“ (seit 1984). Dezernent für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt (1989-1994). Seit 1994 Mitglied des Europäischen Parlaments. Spitzenkandidat der französischen Grünen „Les Verts“ für das Europäische Parlament (1999). Heute Co-Vorsitzender der Fraktion der Grünen/Freie Europäische Allianz (seit 2002)
Prof. Dr. Ulrich Oevermann 1940 geboren, ist Professor für Soziologie an der Johann-Goethe-Universität in Frankfurt und hat den Lehrstuhl am Institut für Sozialforschungen und Sozialpsychologie. Ulrich Oevermann ist Vorsitzender des Vorstandes des Instituts für hermeneutische Sozial- und Kulturforschung e.V.
Referenz: DFG in Frankfurt am Main
9.“Siegen lernen – Deutsch-französische Feindbilder im 19.Jahrhundert“
Referent: Herr Prof. Dr. Udo Köster
Der Hamburger Germanist Prof. Dr. Odo Köster analysiert die deutsch-französischen Freundschaft auf dem Hintergrund der Feindbilder des vorletzten Jahrhunderts.
Im langen 19.Jahrhundert, zwischen Französischer Revolution und dem Ersten Weltkrieg, haben sich nicht nur die Klischees vom „Erbfeind“, dem „ennemi héréditaire“, herausgebildet. Es gibt auch wechselseitigen Stereotype der Vorbildlichkeit. Um diese positiven Stereotype geht es in dem Vortrag: Von Germaine de Stael bis Heinrich Mann sind es kulturell geprägte intellektuelle Muster, Bilder von der Herrschaft des Geistes und der „Geistigen“, die jeweils beim anderen Volk gesehen und die dem eigenen nahe gebracht werden.
Referenz: DFG Hamburg Cluny
10.“Marseille et les Marseillais“
Referent: Herr Frédéric Valabrègue
Valabrègue präsentiert in seinem Vortrag kenntnisreich und humorvoll seine Heimatstadt und ihre Bewohner. Er wird illustrierend aus seinen Werken lesen.
Referenz: DFG Hamburg CLUNY
11.“Das Weimarer Dreieck – Mehr als eine Episode?“
Referent: Frau Prof. Dr. Barbara Vogel
Die Hamburger Historikerin und neue Präsidentin des CLUNY-Kuratoriums, Prof. Dr. Barbara Vogel, informiert über die historischen Bedingungen einer besonderen Zusammenarbeit von Frankreich, Polen und Deutschland („Weimarer Dreieck“)
Referenz: DFG Hamburg CLUNY
12.“Frankreich zwischen 1380 und 1435“
Referent: Herr Dr. Hans-Jörg Frommer
Referenz: DFG Karlsruhe
13.“Die zweisprachige Kultur des Elsass: Geschichte und Problematik, illustriert an zeitgenössischer elsässischer Lyrik und Prosa und in Statistiken“
Referent: Herr Pierre Klein
Pierre Klein, ein angesehener Philosoph und Essayist, ist der Autor von mehreren Büchern und zahlreichen Artikeln über die kulturellen Probleme des Elsass. Als Präsident der „Gesellschaft der Freunde der zweisprachigen Kultur im Elsass“ ist er von Anfang an Vorkämpfer für die Bewahrung der elsässischen Sprache.
Referenz: DFG Landau
14.“Die Geschichte der ’pieds-noirs’ aus Algerien“
Referent: Serge Gaurau
Mit ’pieds-noirs’ (aus dem Französischen “schwarze Füße“) bezeichnet man seit den 1950er Jahren die weißen französischen Siedler in Algerien. Albert Camus ist der berühmteste von ihnen, und doch einer unter einer Million Frauen und Männern. Es ist eine Geschichte von Liebe und Risse zwischen zwei großen Völkern, die ihr Rendezvous mit der Geschichte verpasst haben.
Serge Garau ist ein Pied-noir der dritten Generation, der 1962 im Rahmen der Aktion “freies Algerien“ sein Land mit Familie verlassen musste.
Referenz: DFG Mainz
15. „Die Geschichte der französischen Automobilindustrie- eine europäische Erfolgsstory?“
Referent: Dr. Hans-Christian Herrmann
Referenz: DFG Saar
16. „Deutschland und seine Grenzregionen“
Referent: Bernard de Monferrand
Referenz: DFG Saar
17. „Die Anfänge der sogenannten deutsch-französischen Erbfeindschaft und ihre Widerspiegelung im Grabmal Karls des Kühnen in Brügge“
Referenz: DFG Salzgitter
Referent: Prof. Dr. Gerhard Schildt
Die sog. Erbfeindschaft zwischen Deutschland und Frankreich hat jahrhundertelang schwere und schwerste Kriege zwischen den beiden Völkern heraufbeschworen. Verfolgt man diese Auseinandersetzung zurück, kommt man im Jahre 1477 an einen Ausgangspunkt , an dem sch der Konflikt zunächst als französisch-habsburgischer Gegensatz entzündet hat. Man kann dieses Ereignis gewissermaßen noch sehen, und zwar an dem Stil zweier bedeutender zeitgenössischer Kunstwerke, den Grabmälern Karls des Kühnen und Marias von Burgund.
18. Verdun – Vom Ort des Triumphs zur Stätte der Versöhnung.
Referentin: Dr. Sandra Petermann, Universität Mainz
In diesem mit einer Beamer-Präsentation illustrierten Vortrag geht es um Orte des Gedenkens und kollektives Gedächtnis in Deutschland und Frankreich. Am Beispiel von Verdun illustriert die Referentin sehr anschaulich den permanenten Reinterpretationsprozess historischer Fakten und die damit zusammenhängende veränderte Wahrnehmung von Orten des Gedenkens. Die Referentin wurde für ihre Forschungsarbeit mit dem Dissertationspreis der Universität Mainz und der Internationalen Friedensmedaille von Verdun ausgezeichnet.
Kontakt: S. Petermann Uni Mainz
Referenz: DFG Kiel
19. “Fürstentum Lichtenstein-Geschichte und Wirtschaft“
Referent: S.D. Philipp Prinz von und zu Lichtenstein, Präsident des Stiftungsrates der LGT Group Foundation Vaduz
Prinz von und zu Lichtenstein, geboren 1946, absolvierte Studien der Geschichte und Sozialwissenschaften an den Universitäten Bonn und Basel
20. „Franzosen und Hugenotten als Baumeister in Deutschland“ oder "Sie milderten unsere rauhen Sitten" – Französische Einwanderer in Brandenburg - Preußen
Referent: Dr. Udo Scholze, DFG Potsdam
Kontakt: Dr. Udo Scholze
Referenz: DFG Kiel
21. Kinder der Schande oder Kinder der Versöhnung?
Über eine vergessene Generation der deutsch-französischen Geschichte, die sich heute zu Wort meldet.
Referentin: Dr. Ingeborg Christ
„Bastarde“, „Kinder der Schande“, „Enfants de Boches“, nannte man Kinder von Französinnen, die sich im 2. Weltkrieg mit deutschen Soldaten eingelassen hatten. 200 000 solche Kinder soll es in Frankreich gegeben haben. Nach Erfahrungen traumatisierender Verachtung seitens der familiären und gesellschaftlichen Umwelt heben sie nach mehr als 60 Jahren das Haupt und melden sich zu Wort.
Geholfen haben ihnen bei diesem Befreiungsakt die Journalisten Jean-Paul Picaper und Ludwig Norz. Auf der Grundlage ihres Werkes „Enfants maudits“ werden in dem Vortrag einige der von ihnen aufgedeckten Schicksale vorgestellt. In den Blick genommen wird dabei auch das Schicksal von Kindern deutscher Mütter, deren Liebe zu einem Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter in Deutschland als „Verbrechen“ geahndet wurde.
Empfohlen durch die DFG Duisburg

Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V. - Generalsekretariat: Schillerstraße 11, D-55116 Mainz