---

Der Rundbrief der VDFG: Juni 2016

---

„Il ne faut pas attendre d‘être parfait pour commencer quelque chose de bien "

Abbé Pierre (gelesen im Rundbrief April der DFG Paderborn)

---

61. Jahreskongress der FAFA-VDFG in Chambéry

Unsere französischen Freunde haben ein sehr attraktives, inhaltsreiches und konviviales Programm erstellt. Sie haben dabei großen Wert gelegt auf die Erschwinglichkeit auch für weniger betuchte Mitglieder unserer DFGen. Ich lade Sie daher herzlich ein, sich so früh wie möglich anzumelden und die Sonderkonditionen bis zum 31.07.2016 zu nutzen. Das Thema Spracherwerb wird diesmal implizit in allen Arbeitskreisen gegenwärtig sein. Ich freue mich auf eine große und lebendige Beteiligung. Siehe www.vdfg.de und www.fafapourleurope.fr

Auch stehen bereits die Termine für den 62. Jahreskongress in Hamburg fest. Merken Sie vor: 23. – 26.11.2017 mit Verleihung des Elsie-Kühn-Leitz-Preises, des Jugendtheaterpreises der VDFG und des Prix Cluny an exzellente Schüler und Schülerinnen Hamburgs im Fach Französisch. Besuchen Sie die Homepage der DFG Cluny www.cluny.de .

---

Intergenerationelles Forum des DFJA in Chambery

Im Vorfeld des Kongresses arbeitet das Intergenerationelle Forum ab dem 11.10. bis zum Ende des Kongresses. 30 Plätze werden an Tandems vergeben, d.h. ein Junior und ein Senior, die zusammen aus der gleichen Stadt bzw. Gemeinde anreisen, so dass die nachhaltige Umsetzung der vereinbarten Ziele vor Ort gewährleistet werden kann. 20 Plätze werden an 10 Junioren, die an der Thematik interessiert sind, sich in diesem Rahmen aber noch nicht engagieren, und an 10 Senioren, die über Vereinserfahrung verfügen, aber vor Ort keine Jugendlichen zur Mitarbeit finden, vergeben.

Der „Deutsch-Französische Jugendausschuss“ (DFJA) ist ein Netzwerk aus jungen Deutschen und  Franzosen, die sich als “Wegbereiter einer neuen deutsch-französischen Jugendbewegung in Städtepartnerschaften" verstehen.

Werben Sie schon jetzt in Ihren DFGen und Jugendgruppen für eine Teilnahme.

Die Einladung des DFJA wird im Juni 2016 auf der website www.dfja.eu veröffentlicht. Gerne steht Ihnen der DFJA schon jetzt für weitere Rückfragen zur Verfügung:  Tanja Herrmann - Projektleitung - tanja.herrmann@dfja.eu

---

Besuche

Über unser Kuratoriumsmitglied Andreas Jung MdB erhielt ich die Einladung der CDU-CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag zu einem hochkarätig besetzten Themenabend am 10. Mai im Jakob-Kaiser-Haus: „Lehren aus der Schlacht von Verdun: Deutsche und französische Verantwortung für den Frieden in Europa“. Profund der Vortrag von Prof. em. Dr. Gerd Krumeich. Das Errungene in mehr als 70 Jahren Frieden zu beschreiben ist das eine. Das andere ist, sich bewusst bleiben, dass Lernen ein nie abgeschlossener Prozess und Friedensarbeit ein Dauerauftrag bleiben, Schönreden, den Krisen in political correctness zu begegnen, ist keine Lösung. Das wurde auch im Gespräch mit dem Plenum deutlich. Geschichtsunterricht wird sträflich vernachlässigt, Schulpartnerschaften zerbrechen, Jumelagen stagnieren. Die Moderation hatte Michaela Wiegel, FAZ-Korrespondentin in Paris. Wir kennen sie vom Bonner Kongress 2013.

---

Als Gast des französischen Staatspräsidenten François Hollande durfte ich unsere Vereinigung vertreten anlässlich der „Cérémonie à l’occasion du centenaire de la bataille de Verdun“ am Beinhaus von Douaumont am Sonntag, 29. Mai 2016 in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bewegend: Die vieltausendfache Teilnahme junger Menschen unserer beiden Länder, darunter viele aus dem jungen DFJA (s.o. ).  Gemeinsam mit der „Mission du Centenaire de la Première Guerre Mondiale“ und weiteren Partnern vor Ort bot das deutsch-französische Jugendwerk DFJW/OFAJ ab dem 26. Mai ein pädagogisches Begleitprogramm mit Workshops und Sprachanimationen sowie Konzerten von deutschen und französischen Künstlern an.

Hundert Projekte für den Frieden unterstützt das DFJW zwischen 2014 und 2018. Interessenten können auch das Vademekum „Geschichte und Erinnerung in internationalen Jugendbegegnungen“ beim DFJW bestellen, eine methodische Hilfe für einen historischen Zugang. All dies ist ein beredtes Zeugnis des europäischen Friedenswillens gegen weithin aufkeimende Neo-Nationalismen „im heutigen Europa der Angst, des Misstrauens und der Stagnation“  (FAZ 23.05.16).

Verfolgen Sie die Berichte zu den Erinnerungsfeiern auf unserer Website der VDFG, sowie in den Print- und Online-Medien. 

---

Aus unseren Gesellschaften

Wir trauern um Giselher Klose, der am 18. Mai 2016 plötzlich verstorben ist, mitten während einer deutsch-französischen Schülerbegegnung. „Er war das Herz und der Motor des Austausches“. Mit großer Leidenschaft und vorbildlichem Einsatz leitete er die DFG Wolfenbüttel und zeichnete verantwortlich für ein äußerst vielseitiges Programm. Dem engagierten Romanisten lag besonders auch die Städtepartnerschaft mit Sèvres am Herzen. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und der DFG Wolfenbüttel. R.I.P.

KASSEL

Die Stadt Kassel pflegt Partnerschaften mit acht Städten. Eine ganz besondere Beziehung pflegt sie zu Mulhouse in Frankreich/Elsass. Sie wird dabei unterstützt durch die Gesellschaft für Deutsch-Französische Zusammenarbeit e.V. Kassel und das Frankreichforum Hessen e.V., beide Mitglieder der VDFG. In einem Brief bedankt sich Oberbürgermeister Bertram Hilgen bei Stadträtin Brigitte Bergholter für die vielen Jahre vorbildlichen Einsatzes um die Jumelagen. Der Oberbürgermeister wird die Pflege der Städtepartnerschaften in seinem unmittelbaren Bereich weiterführen. Das Wohl und Wehe der Partnerschaften ist eben immer abhängig von der Wertschätzung ihrer Bürger und dem Engagement der beauftragten Verantwortlichen. Keineswegs aber sind Jumelagen obsolet geworden. Im Gegenteil: In einem verwirrten Europa ist die Basis in besonderem Maße zum gesunden Gegensteuern aufgerufen.

Hinweis aus der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft

Die SBG (Sächsisch-Bretonische Gesellschaft, www.sachsen-bretagne.de, Präsident:  Prof. Dr. Ingo Kolboom) bietet sprachliche Leckerbissen für Freunde der französischen Sprache und besonders tüchtige Leistungskursschüler. Er verweist auf Jean d’Ormesson und sein „billet d’humour“, „le français – une langue animale“ wie zum Beispiel: «Myope comme une taupe», «rusé comme un renard» u.s.w. Freuen Sie sich bei der Lektüre über den Link http://www.terredisrael.com/infos/billet-dhumour-de-jean-dormesson-le-francais-une-langue-animale/

Danke, Ingo Kolboom!

Neu in der VDFG

Wir freuen uns über den Beitritt des DFJA e.V (s.o.). Von den Ideen und Impulsen werden wir alle profitieren, so dürfen wir hoffen. Trotz vieler Klagen über mangenden Zuwachs in unseren DFGen bleibe ich überzeugt, dass es Methoden und Wege gibt, Mitstreiter zu gewinnen für den zeitlosen Auftrag unserer Gesellschaften.  Ergo: Ein herzliches Willkommen.

---

Ausstellungshinweise

Die DFG Jena hat am 26.05.2016 eine Ausstellung über Stéphane Hessel (1917 – 2013) den Humanisten, Diplomaten und Kämpfer für Menschenrechte, eröffnet. Viele werden sein „Empört Euch“ kennen. Projektträger: Maria Pawlowna Gesellschaft e.V., E. -Rosenthal-Straße 30, 99423 Weimar. Kontakt: Wolfgang Knappe, T. 0152/ 01542582, E-Mail: info@maria-pawlowna.de

---

Suchen Sie für das Jubiläum Ihrer DFG, Ihrer Städtepartnerschaft oder einen anderen deutsch-französischen Anlass eine humorig-bissige und anregende Ausstellung? Dann bestellen Sie „La caricade franco-allemande“. Die Karikaturen aus mehr als 50 Jahren deutsch-französischen Miteinanders sind grotesk, bisweilen sarkastisch, doch – so schreibt der Kurator der Ausstellung Helmut G. Schmidt: „Bei allem Spott und aller Häme bleibt: Die deutsch-französische Freundschaft ist unumkehrbar und beispielhaft für die Welt. Das sieht auch die Zunft der Karikaturisten so“. Die Info-Mappe kann bei mir angefragt werden. Zu den Konditionen und zur Bestellung wenden Sie sich an hg.schmidt-medien@t-online.de

(Foto: Schmeckt Merkel nicht: Einladung der SPD-Troika Gabriel, Steinmeier und Steinbrück in den Élysée-Palast - Zeichnung Heiko Sakurai, 2012)

---

Einladung zur Debatte in Berlin:

Das SS-Massaker von Oradour sur Glane:

Nur wer die Vergangenheit begreift, kann Zukunft gestalten

Die Vorsitzenden/Geschäftsführer unserer Mitgliedsgesellschaften haben inzwischen alle die Einladung erhalten für Montag, den 13. Juni 2016, 18:30 Uhr, französische Botschaft, zum Podiumsgespräch mit Robert HÉBRAS (* 1925), einem der sechs Dorfbewohner, welche das Massaker von Oradour-sur-Glane überlebt haben. Veranstalter sind der „Verein gegen Vergessen – Für Demokratie e.V“ , die Französische Botschaft, die VDFG für Europa e.V., die DFG Berlin und das Deutsch-Französische Jugendwerk DFJW. Melden Sie sich über den im Anschreiben mitgeteilten Link bald an. Bei Rückfragen wenden sich die DFGen bitte fernmündlich oder elektronisch bei: Gereon Fritz, +49 2961 53324 oder +49 173 713 723 4, mfgfritz@versanet.de   

---

Leseempfehlungen

Tipp der DFG Bonn und Rhein-Sieg:

Otto Mehnert, „GRAU – Kriegsgefangenschaft in Frankreich 1916 bis 1920“, ein autobiographischer Roman; ISBN 978-3-95645-550-6, 17,95 €

Der 19-jährige Mehnert in der Hölle von Verdun: „Die Kräfte lassen nach – ich merke das, ich stehe nicht mehr so fest. Soll ich liegen bleiben? Soll ich laut in die Nacht hinausschreien, was meine Seele quält? Ist das nicht alles Wahnsinn ringsum? Sind die Menschen verrückt geworden? Wozu dieses Schlachten und Morden?“

---

Erfolgreiche Veranstaltungen in Ihren Gesellschaften und Vereinen wünscht

Ihr Gereon Fritz

Präsident der VDFG

---
---