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Der Rundbrief der VDFG: Juli 2016

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„Pacta sunt servanda“ – „Verträge müssen eingehalten werden“

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„Unmöglich ist nicht französisch“ –Napoleon

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Was wird nun nach dem Brexit? Das britische Referendum erzwingt den Austritt aus der Europäischen Union. Dazu ist viel geschrieben worden. Eines steht fest: Die Leidtragenden sind die Jugendlichen im United Kingdom, besonders die, welche aufgrund einer inselverliebten und durch Parolen und Fehlinformation durch das Referendum um eine sichere Zukunft in Arbeit und Brot gebracht wurden und noch nicht absehbare Nachteile über eine womöglich lange Zeit werden verkraften müssen. Die Jugend hat proeuropäisch gewählt, umso enttäuschter ist sie. Die zynische Häme der Rechtspopulisten ist widerlich, darf uns aber nicht entmutigen. Für mich steht fest: Referenden sind – vor allem in großen Staaten - bestenfalls getrübte Stimmungsspiegel, sehr häufig manipulativ aufgrund ihrer teils populistischen Fragestellung. Nichts ist stabiler als die repräsentative Demokratie.

Was nun?  „Unmöglich ist nicht französisch“, sagte Napoleon. „Unmöglich ist nicht europäisch“ muss unser Weckruf sein zu verstärktem EUROPA-Engagement gemeinsam mit unseren französischen Freunden: Für ein transparentes, solidarisches Europa, das seine wunderbare Rolle wieder aufnimmt und verantwortlich spielt. 

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Deutsch in Frankreich

Eine mir bekannte Deutschlehrerin aus Frankreich „lance un cri de coeur“.  Sie schreibt:

« Nos interlocuteurs nous disent qu'il faut gagner en attractivité. Nous savons tous que les collègues , les organismes qui nous soutiennent réellement ( et pas seulement en paroles) font le maximum, seulement voilà. Au niveau grand public, radios et télévisions ce n'est pas le cas. Un exemple: Fête de la musique 2016 retransmis sur France 2, que des chanteurs francophones, eh bien, comme c'est étrange, certains ont chanté.....pas en allemand, faut pas rêver, pas en italien, une langue mélodieuse pourtant, non, en espagnol, évidemment . Quand les radios, les télés imposent leurs hits en espagnol, comment voulez vous que les jeunes ne soient pas plus attirés par la belle andalouse de Kendji que par un soldat allemand hurlant dans un film, un jeu vidéo ou un discours d'Angela Merkel. Il doit bien y avoir des chansons actuelles en allemand qui plairaient aux jeunes français même si beaucoup sont en anglais. En tous cas elles ne sont pas diffusées en France. J'ai même cherché sur YouTube . J'ai trouvé des clips des hits allemands, ils sont interdits de diffusion en France. Bref grâce à l'espagnol, on danse, on chante, on fait la fête, c'est quand même plus rigolo que l'allemand ».

Eine Stimmung, nicht mehr. Wir tun gut daran, unsere französischen Kolleginnen und Kollegen in ihrem Bemühen um die Erlernung der deutschen Sprache in Frankreich in allen Regionen weiter zu unterstützen.

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Französisch lernen – was sonst

Das Layout des neuen Flyers ist nahezu fertig.  In seiner ein wenig comichaften Aufmachung wird es die Jungen und Mädchen in unseren Schulen ansprechen. Sobald der Druck vorliegt, erhalten Sie Nachricht über die Möglichkeiten des Bezugs zum Schuljahr 2016-2017.

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FrancoMusiques-Wettbewerb

Zum 9. Mal haben der Cornelsen-Verlag, das Institut Français Deutschland und das bureauexport Berlin in diesem Jahr diesen attraktiven Schülerwettbewerb veranstaltet. 2.266 Schülerinnen und Schüler, 213 Lehrkräfte, 169 eingereichte Songs mit vielfältigen Themen – eine wahrlich vorzeigbare Resonanz. Die Preise wurden am 2. Juni in der Botschaft vergeben. Näheres: http://www.cornelsen.de/francomusiques/

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Machen Sie mit beim großen Frankreich-Quiz

Machen Sie mit beim großen Frankreich-Quiz

Ganz Europa schaut nach Frankreich. Der Fußball bringt die unterschiedlichen Kulturen zusammen. Jenseits des Rheins gelten besondere Spielregeln – auch im Geschäftsleben. Der Test der Carl Duisberg Centren zeigt, ob Sie fit sind für Geschäfte „à la française“. Den Test hat Waltraud Schleser (Foto) für die Carl Duisberg Centren entwickelt - Waltraud Schleser ist die Vize-Präsidentin der Deutsch-Französischen Gesellschaft Duisburg und freischaffende, interkulturelle …

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Prix Joseph Rovan de l‘Ambassadeur de France aux DFG 2016

In diesen Tagen dürfte allen Mitgliedsgesellschaften die Ausschreibung und die Einladung zur Verleihungsfeier des Joseph-Rovan-Preises 2016 zugegangen sein. Sie finden  die Unterlagen auch auf unserer Internetseite www.vdfg.de .

„Der Prix Joseph Rovan feiert sein 10-jähriges Bestehen, und so haben wir auch in diesem Jahr wieder die Freude, Deutsch-Französische Gesellschaften für ihre Verdienste um die deutsch-französische Freundschaft zu ehren. Mit Blick auf die Anschläge in Paris und Brüssel und vor dem Hintergrund der Flüchtlingsproblematik in Europa erscheint es uns wichtig, den Themen Meinungsfreiheit und Zusammenleben besondere Aufmerksamkeit zu widmen. In diesem Sinne schlagen wir Ihnen für die diesjährige Ausgabe des Joseph-Rovan-Preises folgenden thematischen Schwerpunkt vor:

Freie Meinungsäußerung und Achtung der Unterschiede in Europa gewährleisten: Welchen Beitrag zur Sensibilisierung im Umgang mit Vielfalt können die Deutsch-Französischen Gesellschaften aufgrund ihrer Erfahrungen im bilateralen Austausch leisten?

Meinungsfreiheit und Vielfalt in Europa bewahren: Welchen Beitrag können die Deutsch-Französischen Gesellschaften aufgrund ihrer Erfahrungen im bilateralen Austausch dazu leisten? 

Kommen Sie am 8. Oktober 2016 zur offiziellen Verleihung des Joseph-Rovan-Preises im Auditorium der Französischen Botschaft, Pariser Platz 5, 10117 Berlin.

"Ihre Bewerbungen können Sie bis Freitag, den 16.September 2016, einreichen“.  So lädt die Botschaft ein. Diejenigen unter Ihnen, die bereits zu den gleichen Anlässen der Vorjahre in der Botschaft waren, wissen, dass die Verleihung immer auch eine Feier ist, verbunden mit einem gemeinsamen Diner und mithin zur Gelegenheit der persönlichen Begegnung mit dem Botschafter und mit allen dem Franco-Allemand in der VDFG Verbundenen.  Daher sind ausdrücklich auch Vertreter aus Gesellschaften eingeladen, die sich in diesem Jahr nicht bewerben können.

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61. Jahreskongress der FAFA-VDFG in CHAMBERY – 13. – 16.10.2016

Unsere französischen Freunde haben ein sehr attraktives, inhaltsreiches und geselliges Programm erstellt. Sie haben dabei großen Wert gelegt auf die Erschwinglichkeit auch für weniger betuchte Mitglieder unserer DFGen. Ich lade Sie daher herzlich ein, sich so früh wie möglich anzumelden und die Sonderkonditionen bis zum 31.07.2016 zu nutzen. Das Thema Spracherwerb wird diesmal implizit in allen Arbeitskreisen gegenwärtig sein. Ich freue mich auf eine große und lebendige Beteiligung. Siehe www.vdfg.de und www.fafapourleurope.fr

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Intergenerationelles Forum des DFJA in Chambery

Im Vorfeld des Kongresses arbeitet das Intergenerationelle Forum ab dem 11.10. bis zum Ende des Kongresses. 30 Plätze werden an Tandems vergeben, d.h. ein Junior und ein Senior, die zusammen aus der gleichen Stadt bzw. Gemeinde anreisen, so dass die nachhaltige Umsetzung der vereinbarten Ziele vor Ort gewährleistet werden kann. 20 Plätze werden an 10 Junioren, die an der Thematik interessiert sind, sich in diesem Rahmen aber noch nicht engagieren, und an 10 Senioren, die über Vereinserfahrung verfügen, aber vor Ort keine Jugendlichen zur Mitarbeit finden, vergeben.

Der „Deutsch-Französische Jugendausschuss“ (DFJA) ist ein Netzwerk aus jungen Deutschen und  Franzosen, die sich als “Wegbereiter einer neuen deutsch-französischen Jugendbewegung in Städtepartnerschaften verstehen.”

Werben Sie schon jetzt in Ihren DFGen und Jugendgruppen für eine Teilnahme.

Die Einladung des DFJA wird im Juni 2016 auf der website www.dfja.eu veröffentlicht. Gerne steht Ihnen der DFJA schon jetzt für weitere Rückfragen zur Verfügung:  Tanja Herrmann - Projektleitung - tanja.herrmann@dfja.eu

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Der Kinospot

Der Kinospot bringt es! Pascale Gauchard, (Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Deutsch-Französische Beziehungen der Auslandsgesellschaft NRW /Sitz in Dortmund) berichtet:  „Der Spot läuft bei allen Filmen, die wir in Kooperation mit dem Kino Schauburg in Dortmund zeigen. Auch bei Filmen in Englisch mit Untertiteln..“ Das sind zirka 40 Filme im Jahr. 

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Weimarer Dreieck

Gewiss, viele unter uns stimmt die derzeitige polnische Politik nachdenklich. Doch es gilt, gerade jetzt positive Nachrichten zu vermelden: Staatsminister Michael Roth für Europäische Angelegenheiten, und sein französischer Partner Harlem Désir waren gemeinsam am 13. und 14. Juni in Warschau auf Einladung ihres polnischen Amtskollegen Konrad Szymanski. Alle drei waren sich bewusst, dass das „Weimarer Dreieck“  lebendig bleiben muss.   Auch hatten sie sich für den Verbleib Großbritanniens in der EU ausgesprochen.

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Besuche

Die Veranstaltung am 13. Juni 2016 in der Französischen Botschaft zum  SS-Massaker von Oradour-sur-Glane vom 10. Juni 1944  war wirklich ergreifend und optimal besucht. Ca. 200 Zuhörer, darunter viele Jugendliche, füllten das Auditorium. Professor Etienne François ist ein exzellenter Kenner der Geschichte, Historikerin Andrea Erkenbrecher hat sehr profunde Kenntnisse zu Oradour, worüber sie promoviert, sehr einfühlsam in ihren Einlassungen. Robert Hébras, trotz seines Alters ungeheuer frisch – begleitet von seiner Frau – hat sein Erleben am Rand des Todes nüchtern und deshalb umso beeindruckender geschildert. Etienne François war nicht nur flexibel in seiner Moderation, sondern er verstand es hervorragend, hilfreiche Zusatzkommentare zum Geschehen zu geben. Ich selbst konnte das Wirken unserer DFGen in all ihrer Vielfalt hervorheben als Dauerchance zum Frieden stiftenden Lernen aus der Geschichte. Dabei brachte ich die Kritik am geringen Stellenwert des Faches Geschichte in den Stundentafeln der Schulen zum Ausdruck ebenso wie den fehlenden politischen Willen zum Erlernen der Partnersprache, die Notwendigkeit zum lebendigen Erhalt der Jumelagen und der Schulpartnerschaften / appariements scolaires. An diesen sollten nicht nur die „Sprachler“, sondern alle Schülerinnen und Schüler teilnehmen können.

Es schloss sich an das Podiumsgespräch ein ernsthafter Dialog mit den Zuhörern an.

Bei der Werbung für derlei Veranstaltungen ist m. E. die Fokussierung auf Gymnasien und Abi-Bac-Schulen falsch. ALLE Schulformen müssen Ansprechpartner sein und für eine Teilnahme umworben werden.

Der Botschafter hatte sodann zu einem Empfang geladen, der viele Begegnung und Gespräche erlaubte. Auch der DFJA war vertreten. Ich hege die Hoffnung, dass manch eine/r der jungen Leute zum DFJA stoßen oder sich zumindest interessieren wird an einer Teilnahme am INTERGENERATIONELLEN FORUM in Chambery.

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Suchaufruf

Leider konnte die “Tragédie de la Brosse“ um die Festung Saint-Nazaire vom 12. Mai 1945 nicht mehr zur Sprache kommen. Sie steht in einem schicksalhaften Zusammenhang mit dem Massaker von Oradour-sur-Glane. André Désourteaux, heute  92 Jahre, aus Oradour-sur-Glane gebürtig, doch zum Zeitpunkt des Verbrechens nicht in Oradour, hatte bei dem Massaker 18 Familienangehörige verloren.  Er musste sie alle identifizieren und hatte sich geschworen, Rache zu nehmen. Er war es, der eine Abteilung der FFI  - Forces Françaises de l’Intérieur, Dach aller zuvor teilweise rivalisierenden Resistancegruppierungen - anführte mit dem Auftrag, die verbleibenden Marinesoldaten in Saint-Viaud, genauer in einem Ortsteil mit Namen „La Brosse“, gefangen zu setzen und zu entwaffnen. Womöglich durch eine Unachtsamkeit ging die Scheune mit den Waffen in die Luft, fünf sich dort befindliche FFI-Soldaten und zwei unbeteiligte Bürger kamen zu Tode.  André Désourteaux besinnt sich kurz auf seinen Schwur, entscheidet sich aber dafür, die 60 – 70 deutschen Soldaten zu schonen. Il épargne les prisonniers allemands, ein Akt ungewöhnlicher Humanität. Die Begebenheit wurde erst 2015 in Frankreich bekannt. Sie sollte jetzt auch in Deutschland bekannt werden. Robert Hébras kennt André Désourteaux gut. Ich habe lange mit dem Bürgermeister von Saint Viaud, Roch Chereaud, telefoniert. Er wünscht, die Namen noch lebender deutscher Marinesoldaten, die zu den Geretteten gehören, zu erfahren und mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Der Appell in diesem Brief sowie auf unserer Homepage www.vdfg.de und auf facebook möge als Versuch dienen, sie zu finden.

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Deutsch-Französischer Journalistenpreis

Am 29. Juni 2016 wurde im Allianz Forum Berlin der DFJP verliehen an:

Christian Dassel und Clemens Gersch für „#jesuischarlie: Ein Hashtag und die Folgen“ (WDR, Kategorie Video)
Pascal Dervieux für „Immigration en Allemagne : le tournant ?“ (France Inter, Kategorie Audio)
Leo Klimm für „Chef-Köche“ (Capital, Kategorie Textbeitrag)
Christian Beetz, Jakob Vicari, Jens-Uwe Grau und Tanja Schmoller für „Falcianis SwissLeaks“ (falciani-arte.info.tv, Kategorie Multimedia)
Laetitia Grevers (in Zusammenarbeit mit Gabriela Herpell, Alex Rühle und Lorenz Wagner) für „Wir klingen alle so, als müsste uns irgendwer erlösen" (Süddeutsche Zeitung Magazin, Kategorie Nachwuchspreis, mit der Unterstützung vom Deutsch-Französischen Jugendwerk).

Den Großen Deutsch-Französischen Medienpreis erhielt der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn für seinen Einsatz für Presse- und Meinungsfreiheit. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.dfjp.eu; Facebook: Deutsch-Französischer Journalistenpreis - DFJP / PFAJ e.V.
Twitter: @DFJP_PFAJ

Die Geschäftsführung des DFJP hat eine deutsch-französische Meinungsumfrage vorgenommen. Sie titelt: „ Große Mehrheit der Deutschen und Franzosen will vertiefte europäische Zusammenarbeit und ist für gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik. Positive Ansichten über den jeweiligen Nachbarn dominieren.“ Die Ergebnisse können Sie auf unserer Homepage www.vdfg.de einsehen.

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Ehrungen

Am 6. Juni 2016 ist der Generalsekretär des Deutsch-Französischen Jugendwerks Dr. Markus Ingenlath mit dem Orden des Ritters der Ehrenlegion ausgezeichnet worden. Der französische Botschafter würdigte bei der Ordensverleihung die Verdienste von Dr. Ingenlath um die Vertiefung der deutsch-französischen Beziehungen und insbesondere sein beispielgebendes Wirken im Deutsch-Französischen Jugendwerk. Unsere Vizepräsidentin Marita Hebisch-Niemsch überbrachte die Gratulation im Namen der VDFG.

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Aus unseren Gesellschaften

Im Mai fand in Braunschweig und in der Partnerstadt Nîmes ein echter interkultureller Austausch statt, ein erster Schritt, um die in die Jahre gekommene Partnerschaft aufzufrischen. Nach der Wiederbelebung der Deutsch-Französischen Gesellschaft in Braunschweig, die jetzt neue, aktive Mitglieder in Wolfsburg hat, kam dank der Idee und des rührigen Einsatzes unserer neuen Präsidentin Christel Seigneur ein Comic Workshop zustande. Nach Braunschweig kam Claude Pelet, ein Cartoonist aus der Nähe von Nîmes, nach Nîmes begab sich Karsten Weyershausen aus Braunschweig. Die Idee war, Schüler anzuleiten, lustige Szenen aus einem kürzlichen Schüleraustausch in einem Comic darzustellen.

Auf die Szenen hatten die Schüler sich per Internet geeinigt. Claude Pelet, hat mit Schülern einer 8. Klasse in der Ricarda-Huch-Schule in Braunschweig und einer 9. Klasse in der Waldorfschule in Wolfsburg gearbeitet. Karsten Weyershausen tat das Gleiche ein paar Tage später in Nîmes, in den Collèges Jean-Rostand und Feuchères. Dank des Einsatzes nicht nur der beiden Künstler, sondern auch der jeweiligen Französisch – bzw. Deutschlehrerinnen und der zeitweilen Anwesenheit der Kunstlehrer, und natürlich der freudigen und eifrigen Mitarbeit der beteiligten Schüler, kamen zwei sehenswerte Alben zustande, die wir versuchen zu binden und den jeweiligen Schulen zur Verfügung zu stellen. Für beide Cartoonisten war es ein Sprung ins Wasser, denn beide kannten weder das Land des Anderen, noch sprachen sie ein Wort der Sprache des Anderen. Sie sind sich in Braunschweig begegnet, und haben sich in Nîmes besucht. Dabei benutzten sie Englisch um sich auszutauschen.

Die Schüler dagegen hatten zwei Tage Intensivunterricht in Französisch bzw. Deutsch. Wir sind dankbar dafür, dass Künstler und Schüler sich auf dieses Abenteuer eingelassen haben. Für alle Beteiligten war es ein fruchtbares Erlebnis, was trotz aller Anstrengung viel Spaß gemacht hat. Finanziert wurde das Unternehmen von den Partnerstädten Braunschweig und Nîmes, der Antenne Métropole in Hannover, der Deutsch-Französischen Gesellschaft Braunschweig-Wolfsburg, dem Institut Français in Bremen und nicht zu vergessen, den beteiligten Schulen, die Material und Essen für die Teilnehmer bereitstellten.

(Text von Gisela Brackhahn und Christel Seigneur, die das Ganze ausführlich mit vielen Fotos auf der Homepage der Gesellschaft dargestellt hat. Unter www.dfgbs.de nachzulesen)

Die DFG Frankfurt hatte im Rahmen der « EuropaDialoge » für den 20. Juni zu einem Vortrag von Alfred Grosser zum Thema „Europa trotzdem“ in die Goethe-Universität / Campus Westend eingeladen. Das Thema sagt alles. Grosser, der große Europäer und unermüdliche Förderer der deutsch-französischen Beziehungen zählt zu den exzellentesten Mutmachern in unseren Tagen.

Die DFG „Association Romain Rolland Berlin“ hatte für den 23. Juni 2016 in das Berliner Rathaus zur Feier ihres 65-jähriges Bestehens eingeladen. Das Fest stand unter der Schirmherrschaft S.E. Philippe Etienne und des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller. Im Namen der VDFG habe ich ein Glückwunschschreiben an den Präsidenten Gerhard Kapito gerichtet.

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Neu in der VDFG

Wir freuen uns über den Beitritt des „Arbeitskreis Albstadt – Chambéry“. Der AK Chambéry pflegt in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Chambéry  und der „Association Chambéry-Albstadt“ die seit 1979 bestehende Städtepartnerschaft im Rahmen verschiedener Austauschprojekte im Bereich Kultur, Sport und Verwaltung. Vereine, Schulen, Vereinigungen, Interessengemeinschaften sowie Industrie und Handel sind in die Arbeit einbezogen. Auch Austausche zwischen Schulen fehlen nicht.

Ein herzliches Willkommen. Wir freuen uns auf die Begegnung in Chambéry.

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Ausgeschieden

Die Vorsitzende der DFG Celle Christa Leonhardt teilt mit, dass die Auflösung des Vereins am 31. Mai  2016 erfolgte. Der Nachwuchs fehle. Ich habe mein Bedauern zum Ausdruck gebracht, aber auch gedankt für die vielen Jahre fruchtbarer Arbeit. Nach meiner Auffassung lohnt es sich immer, den Mut nicht aufzugeben und weiterzumachen. Doch die Entscheidungen vor Ort sind zu respektieren. Leicht fällt es nicht, eine über Jahrzehnte liebgewordene Gesellschaft auflösen zu müssen.

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Deutsche Partnerschule gesucht

Michèle Robe, Deutschlehrerin am Collège Louis Durand in Saint Vaury, nahe Guéret im Departement Creuse sucht eine Partnerschule in Deutschland oder auch Österreich. Ihre Schule hat das Label  „éco-école“. Es wäre ideal, wenn auch der künftige Partner bereits dies Label besäße, doch ist jeder freudige Partner auch recht. Wer interessiert ist, melde sich bei mir: mfgfritz@versanet.de

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Leseempfehlungen

„Von Liebe und Widerstand – das Leben von Magda & André Trocmé“, ein Doku-Roman von Hanna Schott. Ingo Kolboom hat das Buch am 10. Juni im Kulturhaus Loschwitz in Dresden vorgestellt. (Neufeld Verlag, Schwarzenfeld 2011, 240 Seiten, 14,00 €).

Unser Kuratoriumsmitglied Andreas Jung MdB (Foto) hat auf www.vdfg.de ein  Editorial geschrieben, das zu lesen sich lohnt. Ich lade Sie herzlich dazu ein.

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Einen sonnigen Juli wünscht

Ihr Gereon Fritz

Präsident der VDFG

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